Sto-Vorstandsvorsitzender Rainer Hüttenberger führte Cem Özdemir durch die Produktionsanlagen in Stühlingen. Bild: Sto SE & Co. KGaA

Cem Özdemir besucht Sto

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, besuchte jetzt gemeinsam mit Niklas Nüssle (MdL, Grüne) die StoGroup am Stammsitz in Stühlingen. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit dem Vorstand über die aktuelle wirtschaftliche Lage und die politischen Rahmenbedingungen für die Bauindustrie.

Im Gespräch mit Vorstandschef Rainer Hüttenberger, Technikvorstand Jost Bendel sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Belegschaft betonte Özdemir die Bedeutung des Unternehmens: „Sto ist ein starker Arbeitgeber und ein Vorzeigeunternehmen des baden-württembergischen Mittelstands und Weltmarktführer bei der Wärmedämmung. Sto zeigt, wie Innovation den Bausektor voranbringt und dabei nachhaltige Lösungen entstehen. Mit einem neuen Baden-Württemberg-Standard will ich das Bauen im Land einfacher, schneller und günstiger machen, damit forschungs- und entwicklungsstarke Unternehmen wie Sto ihre Ideen bestmöglich umsetzen können. Mein voller Fokus liegt darauf, unseren Unternehmen die Rückendeckung zu geben, die sie brauchen.“

Bei einem Rundgang stellten die Sto-Vorstände Produktsegmente und Innovationen vor. Im Fokus standen Fassadendämmsysteme. Auch Niklas Nüssle (MdL, Grüne) zeigte sich erfreut: „Die Firma Sto ist nicht nur ein global sehr erfolgreiches Unternehmen, sondern zeigt mit Projekten wie dem geplanten Innovationscampus auch seine regionale Verwurzelung. Es liegt jetzt an uns, die politischen Weichen so zu stellen, dass dieses Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann.“

In weiteren Gesprächen gaben die Vorstände Einblicke in die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und äußerten sich kritisch zu den baupolitischen Entscheidungen der Bundesregierung. „Wir befinden uns seit nunmehr drei Jahren in einem Abschwung mit spürbaren Umsatzrückgängen. Geplante Investitionen halten wir bewusst zurück, da uns angesichts sehr volatiler politischer Entscheidungen die notwendige Planungssicherheit fehlt. Auch die aktuelle Bundesregierung hat bislang keine grundlegenden und richtungsweisenden Vorgaben geschaffen, an denen wir uns orientieren können. Hinzu kommt der jüngste Vorstoß der Bundesländer, die für uns wichtige Umsetzung der EU-Gebäudeeffizienzrichtline zu verschieben und inhaltlich zu modifizieren. Kurz gesagt: Es fehlt auf allen politischen Ebenen an Planungssicherheit“, erklärte Hüttenberger. Zudem seien die Klimaziele der Bundesregierung ohne substanzielle Investitionen im Bausektor, insbesondere in der energetischen Gebäudesanierung, nicht zu erreichen. Investo-ren seien auf verlässliche Rahmenbedingungen und unterstützende Förderprogramme angewiesen.

Am Besuch nahmen auch Stühlingens Bürgermeister Joachim Burger, Anna-Katharina Chavier und Bernd Wallaschek, beide vom Kreisvorstand Bündnis 90/Die Grünen Waldshut, Heiner Röhr, Leiter Vertrieb Deutschland bei Sto und Sto-Betriebsratsvorsitzende Barbara Meister teil.

sto.de

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