Wer einen Handwerker ruft, lässt fremde Menschen in die eigene Wohnung, in das Bad oder auf das Dach. Kunden suchen auf der Firmenwebsite deshalb nach einem Gesicht: Wer kommt zur Reparatur? Wer leitet die Baustelle? Doch viele Betriebe verschenken dieses Vertrauen. Am Beispiel Mainfrankens zeigt die WORTLIGA-Analyse von 840 Handwerksbetrieben: Praktisch jeder zweite Betrieb zeigt auf seiner Website keinen einzigen Mitarbeiter. 418 von 840 Betrieben (49,8 %) bleiben ohne Foto. Darunter sind 239 Betriebe, die sogar eine eigene Teamseite angelegt haben – und dort trotzdem niemanden vorstellen.
Im Auftrag des Schweinfurter Veredlers für Berufsbekleidung und Werbeartikel Lamasuli hat WORTLIGA die Websites von 840 Handwerksbetrieben in Mainfranken und Umland aus den Gewerken Sanitär/Heizung, Elektro, Holzbau, Dachdecker und Maler ausgewertet. 84 Betriebe wurden dabei mit dem Siegel "Bester Online-Auftritt 2026" ausgezeichnet.
Was eine überzeugende Teamseite ausmacht
Die 84 mit dem WORTLIGA-Gütesiegel ausgezeichneten Betriebe der Untersuchung haben eine eigene Teamseite, zeigen mindestens zwei erkennbare Mitarbeiter gemeinsam auf einem Foto und treten durchgehend in einheitlicher Arbeitskleidung auf. Diese Bewertung deckt sich auch mit einer Befragung von 500 Bundesbürgern im Auftrag des Berufskleidungs-Anbieters CWS: 86 % finden, dass Handwerker-Teams in einheitlicher Berufskleidung deutlich professioneller wirken; jeder Zweite schließt von der Kleidung auf eine professionelle Arbeitsweise.
Nur 10 % der von WORTLIGA untersuchten Betriebe erfüllen alle drei Kriterien, also Teamseite, gemeinsames Foto und einheitliche Kleidung.
Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung, alle Einzelauswertungen nach Gewerken und Orten sowie die Liste aller 84 ausgezeichneten Siegelträger sind direkt auf der Studienseite von Lamasuli veröffentlicht.
