Bild: Leipziger Messe

Leipziger Messe prämiert Spitzenleistungen der Denkmalpflege

Die Goldmedaillen der denkmal gelten europaweit als Prädikat für hervorragende Leistungen. Seit 30 Jahren liegt diese verantwortungsvolle Aufgabe bei der denkmal – der Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Fünf denkmal-Aussteller können am 6. November mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden. Aussteller sind ab sofort eingeladen, sich mit ihren Projekten, Produkten und Innovationen um die begehrte Auszeichnung zu bewerben.

Seit 1996 verliehen, zieren sie inzwischen die Werkstätten, Büros und Foyers von zahlreichen Unternehmen, Handwerksbetrieben, Bildungseinrichtungen, Institutionen und Initiativen in ganz Europa. Die Goldmedaillen der denkmal werden im November 2026 erneut übergeben. Warum die Leistungen der europäischen Denkmalpflege eine Goldmedaille verdient haben, erklärt der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Markus Geisenberger: „Kulturelles Erbe für folgende Generationen zu erhalten, die dafür notwendigen Techniken und Kompetenzen zu vermitteln und so das Engagement für die Denkmalpflege zu wahren – das alles ist essenzieller Bestandteil gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die Leipziger Messe zeichnet daher alle zwei Jahre herausragende Akteure in der Denkmalpflege mit einer Goldmedaille aus.“ Neben der Bewahrung historischer Substanz gewinnt der nachhaltige Umgang mit Bestandsbauten zunehmend an Bedeutung. Das Bauen im Bestand gilt als ressourcenschonende Alternative zum Neubau und ist seit Jahrzehnten ein prägendes Leitmotiv der Denkmalpflege.

Wofür wird die Goldmedaille verliehen?

Die Goldmedaillen zeichnen Spitzenleistungen beim Erhalt des kulturellen Erbes aus. Prämiert werden unter anderem 

  • herausragende Projekte, in denen bedeutende, historische Objekte restauriert wurden,
  • innovative Technologien und Materialien der Denkmalpflege,
  • die Implementierung digitaler Technologien,
  • die Sicherung und Weitergabe traditioneller Handwerkskompetenzen,
  • erfolgreiche Ansätze der Nachwuchsgewinnung
  • sowie besonderes bürgerschaftliches Engagement.

 
Eine Auflistung der Preisträgerinnen und Preisträger seit 1996 ist hier zu finden.

Wer entscheidet wann?

Alle Aussteller der denkmal sind dazu aufgerufen, ihre Projekte beziehungsweise Produkte bis zum 15. September 2026 einzureichen und sich aktiv um die Goldmedaille zu bewerben. Anfang Oktober werden die Nominierten bekannt gegeben. Am 06. November um 12 Uhr können sich dann fünf denkmal-Aussteller über die Goldmedaille freuen. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachjury.

Wer stellt die Goldmedaille überhaupt her?

Geprägt werden die Goldmedaillen im sachsen-anhaltinischen Braunsbedra im Betrieb der Familie Gallas. Wenn die Medaillen die Prägmaschine von Siegfried Gallas und Sohn Christoph verlassen, legen sie auf dem Weg zur Leipziger Messe noch einen Zwischenstopp in Leipzig ein. Beim „Graveur am Schillerhaus“ wird der letzte Schliff verliehen und die Goldmedaillen werden fertig für ihre Verleihung graviert.

 

Weitere Beiträge