Heute im Talk: Beate Bliedtner, Malermeisterin und technische Beraterin. Was passiert eigentlich in naher Zukunft mit leeren Kunststoffgebinden? Darüber reden wir im heutigen MALERBuddies Talk!
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Hier gibt es das Interview zum nachlesen:
Kyra: Wie bekommt man Kunststoffeimer eigentlich wieder in den Wertstoffkreislauf zurück?
Beate: Hallo, ich bin Beate Bliedtner. Ich arbeite beim Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg als technische Beraterin. Momentan ist es so, dass viele Kunststoffe noch direkt verbrannt werden. Dabei steckt gerade in diesen Materialien – also im enthaltenen Kunststoff – ein großes Potenzial für den Wertstoffkreislauf.
In Zukunft wird das anders aussehen: Ab 2030 wird Kunststoff-Rezyklat für die Industrie so wertvoll wie „Goldstaub“. Das betrifft nicht nur spezielle Anwendungen wie Farbeimer, sondern grundsätzlich viele Bereiche des Marktes. Hintergrund ist eine gesetzliche Änderung auf EU-Ebene, die wir nun umsetzen müssen. Diese Vorgaben sollen dafür sorgen, dass mehr recycelter Kunststoff wieder in neue Produkte einfließt.
Im Privatkundenbereich merken wir diese Entwicklung schon heute. Ein Beispiel ist das Verbot von Plastik-Trinkhalmen oder die Einführung von Mehrwegsystemen. Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen wirken sich auch auf unsere Branche aus – etwa auf die Kunststoff-Farbeimer, die auf Baustellen verwendet werden.
Kyra: Und welche Rolle spielen dabei die Maler auf der Baustelle?
Beate: Eine sehr wichtige. Die Kunststoffeimer werden auf der Baustelle entweder gereinigt oder eben nicht gereinigt. Der Mitarbeiter vor Ort ist damit die entscheidende Schaltstelle. Von ihm hängt ab, was mit dem Eimer passiert:
Geht er sauber zurück in den Recyclingkreislauf? Oder landet er im Baumischabfall, wird verbrannt oder sogar deponiert?
Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob der enthaltene Kunststoff im Kreislauf bleibt und wiederverwertet werden kann – oder ob er als Abfall verloren geht.

