1997 wurde in Frankfurt/Main die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, kurz GEV gegründet: Die neun Gründungsunternehmen Henkel, Ardex, Bostik, Forbo, Kiesel, Schönox, Uzin, Wakol und Ato Findley entwickelten die Idee eines wettbewerbsneutralen Prüf- und Kennzeichnungssystems für ihre Produkte – der Emicode war geboren.
Seit 2002 förderte das Umweltbundesamt die Einrichtung einer Produktdatenbank, die in den heutigen „Produktfinder“ mündete. Dort sind mittlerweile 11.000 Produkte gelistet, die das Umweltsiegel tragen. Schon 2004 repräsentierten die zertifizierten Produkte – von Klebstoffen über Vorstriche und Spachtelmassen bis hin zu Verlegeunterlagen – bereits 90 % des Marktes. Waren in Deutschland im Jahr 2000 noch 25 % aller Bauklebstoffe lösemittelhaltig, sind es 2020 nur noch 0,4 %. Allein in Deutschland wurden von 1997 bis 2020 etwa 475 Mio. m2 textile und elastische Bodenbeläge mit EC 1-zertifizierten Grundierungen, Spachtelmassen und Klebstoffen verlegt. Kein Wunder daher, dass die Neuanträge für Produktlizenzierungen stetig gestiegen sind. 2021 verzeichnete die Gemeinschaft mit 1.547 Anträgen einen neuen Höchststand.
Das zentrale Thema der Festveranstaltung Anfang Juni war Nachhaltigkeit. In unterschiedlichsten Vorträgen und Workshops skizzierten namhafte Referenten die Herausforderungen der kommenden Jahre. Als Teilnehmer eingeladen waren die mittlerweile 85 Mitgliedsunternehmen in Deutschland sowie 89 internationale Unternehmen, die bei der GEV eine Mitgliedschaft unterhalten.
Bild: Der frisch wiedergewählte Vorstandsvorsitzende der GEV, Stefan Neuberger (li.) und Klaus Winkels, seit 1997 Geschäftsführer der GEV. (Bild: GEV)

