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45 Jahre Kremer Pigmente

Kremer Pigmente feiert in diesem Jahr sein 45-jähriges Bestehen.

Es war 1970, als der Diplom-Chemiker Dr. Georg Kremer eine Anfrage von einem befreundeten englischen Restaurator erhält. Dieser war auf der Suche nach "Smalte", einem intensiv blauen Farbton aus kobalthaltigem Glas, der zu dieser Zeit nicht mehr erhältlich war.

Das Pigment wurde bereits von den alten Ägyptern verwendet und erlebte bei venezianischen Glasmachern eine Renaissance. Nach umfangreichen Recherchen gelang es Kremer, das historische blaue Glas zu reproduzieren. Mit dieser Innovation wurde 1977 das Ein-Mann- Unternehmen Kremer Pigmente in Rottenburg am Neckar gegründet. Damals umfasste die Produktpalette bereits nach zwei Jahren mehr als 100 Pigmente.

Im Jahr 1984 kaufte der Firmengründer eine alte Getreidemühle in Aichstetten im Allgäu. Das Gebäude wurde zu einer Farbmühle umgebaut, in der sich heute die Produktion, das Lager, der Verkauf und ein Showroom befinden. Weitere Niederlassungen kommen 1982 in München und 1989 in New York hinzu.

Von den über 1.500 angebotenen Pigmenten der Firma werden rund 250 in Handarbeit in der Farbmühle hergestellt. Die Firmenphilosophie verlangt Reinheit und Qualität.

Neben der Pigmentproduktion werden in der Manufaktur im Allgäu Farbteige, Aquarellfarben, Ölfarben, Acrylfarben, Schellacktuschen, Retuschierfarben, Klebstoffe, Bindemittel oder Bilderfirnisse erzeugt.

Specials zum Firmenjubiläum

Zum Jubiläum wurde der Katalog des Unternehmens neugestaltet. Er gibt einen Überblick des gesamten  Produktsortiments. Dort enthaltene QR-Codes bieten  direkten  Zugang  zum fünf-sprachigen Onlineshop mit weltweitem Versand.

Ein weiteres Special ist die Möglichkeit Farben selbst herzustellen. Auf der Webseite des Unternehmens zeigen Farbrezepte mit exakten Mengen- und Mischungsverhältnissen, wie es geht. Zudem bietet das Unternehmen ein allgemeines Rezeptbuch und Sets zu spezifischen Farbthemen an: Aquarellfarbe, Ölfarbe, historische Tinten, Färben mit Pflanzenfarben oder Indigo. Die Auswahl dieser Rezepte erfolgte nach praktischen Gesichtspunkten, wie Verfügbarkeit der Zutaten, sowie der aktuellen Einstufung der für die Herstellung notwendigen Chemikalien. Die Vorgehensweise orientiert sich an historischen Rezepten, die Beschreibungen erfolgen jedoch nach eigenen, praktischen Versuchen und Erfahrungen.

Bild: Familie Kremer.
Quelle: Kremer Pigmente

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