Die Geschichte der Graffiti-Kultur Hamburgs beginnt Ende der 1970er-Jahre, als die Stadt noch von grauer Nachkriegsarchitektur und Industriebrachen geprägt wurde. Zu diesem Zeitpunkt erschienen, inspiriert durch die ersten Graffitis in den USA, in der Freien und Hansestadt die ersten vereinzelten „Tags“, die als Marke eines Sprayers gelten. Aus den „Unterschriften“ entwickelten sich allmählich Parolen und politischen Botschaften, die anschließend durch „Pieces“, also individuell gestaltete Bilder, abgelöst wurden. Sie wurden bevorzugt auf Flächen aufgebracht, die von viele Menschen gesehen wurden wie beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel oder Tunnel.
Das Museum für Hamburgische Geschichte widmet der Graffiti-Kultur, die stark mit der Hip-Hop-Szene verbunden ist, bis Anfang Januar 2024 eine eigene Ausstellung. Sie gibt weitreichende Einblicke in diese Entwicklung, die ihren Anfang in den frühen 1980er-Jahren nahm.
Die Ausstellung „Eine Stadt wird bunt“ zeigt unter anderem eine Auswahl an Sprühfarben für Graffitis. (Bild: Sabine Anton-Katzenbach)

