„Die derzeitigen Vorschriften haben ein langwieriges und kostspieliges System geschaffen, bei dem die Hersteller von Konservierungsmitteln nur selten neue Stoffe auf den Markt bringen. Darüber hinaus führt ein neues Überprüfungsprogramm zu einer Verringerung der Zahl der vorhandenen Konservierungsmittel. Die Situation erreicht jetzt einen Wendepunkt,“ sagt Christel Davidson, Geschäftsführerin des Europäischen Verbands der Lack-, Druckfarben- und Künstlerfarbenindustrie CEPE.
Um die Nutzungsdauer von Produkten wie Farben, Lacke und Druckfarben zu verlängern, die auf Wasserbasis hergestellt werden, braucht es Konservierungsmittel. CEPE und VdL (Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.) fordern die Regulierungsbehörden im Rahmen der Kampagne #CoatingsNeedPreservatives auf, die Anforderungen der Biozidproduktverordnung (BPR) zu ändern, welche die Zulassung und Verwendung von Konservierungsmitteln regelt. Als erster und unmittelbarer Schritt sollten Vorfestlegungen auf Ebene der Wirkstoffgenehmigung vermieden werden und stattdessen eine Risikobewertung in der Phase der Produktzulassung stattfinden. Dies sollte insgesamt zu einem ganzheitlicheren Ansatz bei der Folgenabschätzung führen, zu einem besseren Entscheidungsprozess beitragen und De-facto-Verbote vermeiden.
www.cepe.org
www.wirsindfarbe.de
Bild: Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.

