„Mit Chem-X schaffen wir erstmals die Grundlage für einen einheitlichen Austausch von Rohstoffdaten entlang der chemischen Wertschöpfungskette. Für uns als Hersteller von Farben und Bauprodukten ist das von besonderer Bedeutung, weil wir die Anforderungen unserer Kunden aus der Bauwirtschaft kennen. Künftig werden Hersteller deutlich mehr Produktinformationen digital bereitstellen müssen. Der Digitale Produktpass wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Durch unsere Mitarbeit in Chem-X können wir diese Datenmodelle aktiv mitgestalten und mit Hilfe des DPP unseren Kunden relevante Nachhaltigkeitsdaten einfach zugänglich machen“, betont Dr. Jörg Leuninger, Chief Innovation Officer der DAW SE.
Die Initiative Chem-X wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Next-Level-EU-Mitteln gefördert. Zu den Partnern zählen BASF, Catena-X, coad, Cofinity-X, Covestro, Evonik, Henkel, Merck, SAP, Siemens, Spherity, Together for Sustainability (TfS) AiBSL, WACKER, Sika und DAW.
Als Partner aus der Baubranche vertritt DAW im Chem-X-Konsortium die nachgelagerte Wertschöpfungskette. So fließen die Anforderungen des Marktes unmittelbar in die Entwicklung der Datenmodelle ein. Das Unternehmen entwickelt konkrete Anwendungsfälle, mit denen sich die spätere Nutzung Digitaler Produktpässe im Bausektor erproben lässt. Bereits auf der Hannover Messe 2026 zeigte DAW mit dem Use Case „CHEM2PAINT“, wie Rohstoffdaten für einen Digitalen Produktpass für Farben genutzt werden können. Die Informationen stehen dabei Planern, Verarbeitern und Gebäudeeigentümern zur Verfügung – für Menschen lesbar und zugleich im digitalen Format zur automatischen Übertragung.
„Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, wie viel sich erreichen lässt, wenn Unternehmen entlang einer Wertschöpfungskette gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Das große Engagement und das breite Know-how aller Partner im Chem-X-Konsortium haben wesentlich zum Projekterfolg beigetragen. Unser Anspruch war von Beginn an, Lösungen zu entwickeln, die sich nicht nur technisch umsetzen lassen, sondern in der industriellen Praxis tatsächlich funktionieren und einen Mehrwert liefern“, sagt Dr. Nicole Borho, Managerin Portfolio Sustainability bei der DAW SE.
Beim Treffen in Ober-Ramstadt standen die Finalisierung eines ersten gemeinsamen Datenmodells für den Digitalen Materialpass in der Version 1.0 sowie die praktische Erprobung künftiger Prozesse für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch im Fokus. Das Projekt läuft noch bis Ende November 2026. Ziel ist eine Grundlage für interoperable Datenräume, die den standardisierten Austausch von Materialdaten entlang der chemischen Wertschöpfungskette ermöglichen. Ab 2027 können die Open-Source-basierten Datenmodelle von einer breiten Zahl von Wirtschaftsakteuren in der Praxis genutzt werden.
Weitere Informationen unter: www.daw.de, www.chem-x.de
