Zum Start gehören der Allianz 52 Gründungsmitglieder aus der gesamten Wertschöpfungskette an, darunter Bauwirtschaft, Baustoffindustrie, Planung, Beratung, Forschung, Verbände und öffentliche Hand. Organisationen, die bis Ende 2026 beitreten, erhalten noch den Status als Gründungsmitglied.
„CO2-Entnahme ist kein Ersatz für die Dekarbonisierung und kein Freifahrtschein für Emissionen, sondern eine Ergänzung für schwer vermeidbare Restemissionen“, betont Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. Als Lösungswege kommen biogene Baustoffe, Biokohle, mineralische Prozesse wie Karbonatisierung sowie technische Verfahren zur CO2-Abscheidung und -Speicherung infrage. Laut Dr. Anna Braune, Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung, fehlen bislang vor allem Anwendungserfahrungen, vergleichbare Nachweise und verlässliche Rahmenbedingungen.
Im Fokus der Gründungsveranstaltung stand das europäische Carbon Removals and Carbon Farming Certification Framework (CRCF), das erstmals einen Rahmen für die messbare, vergleichbare und zertifizierbare Klimawirkung von CO2-Entnahme schafft. Die Schirmherrschaft übernimmt Thomas Kralinski, Leiter der Abteilung Nationaler und Europäischer Klimaschutz im Bundesumweltministerium.
Studie sucht Teilnehmende: Gemeinsam mit der WoodenValley gGmbH bereitet die DGNB eine Studie zur praktischen Anwendung des CRCF im Gebäudesektor vor. Interessierte Organisationen können sich noch bis einschließlich 30. Oktober 2026 melden.
