Eurogypsum hat den ersten Biodiversity Award 2024 vergeben. Damit unterstreicht der Verband die Chancen, die sich für Natur und Umwelt durch nachhaltiges Biodiversitätsmanagement in Steinbrüchen ergeben. Gleichzeitig betont der Verband die Bedeutung von Gips als Rohstoff für den Wohnungsbau und den Klimaschutz.
Die Ausschreibung des Biodiversitätspreises erfolgte unter dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Die Mitglieder des Verbandes, der die Gipsprodukte herstellende Industrie in Europa vertritt, waren dabei aufgerufen, Fotos einzureichen, die die verschiedenen Aspekte der Biodiversität in den europäischen Gipsabbaugebieten zeigen. Insgesamt wurden 57 Bilder aus sechs europäischen Ländern in den Kategorien Biodiversitätsgewinn, Fauna, Flora und Landschaft eingereicht und von einer unabhängigen Jury bewertet. Zusätzlich gab es einen Publikums-Preis, bei dem die Teilnehmer der Veranstaltung aus den prämierten Fotos ihren Favoriten wählen konnten.
Bei der Preisverleihung im Beisein vom Eurogypsum-Präsidenten Christoph Dorn wurden sechs Bilder ausgezeichnet. Der Preis in der Kategorie Biodiversität ging an Matthias Reimann von Knauf Gips und Jacobo González, Soneja (Spanien). In der Kategorie Fauna wurde je ein Bild von Andreas Nolte, Wulften am Harz (Deutschland) und Josuhé Ureña Bocanegra, San Martín de la Vega (Spanien) prämiert. In den Kategorien Flora und Landschaft gingen die Preise an Jorge Ruiz Balboa, San Martín de la Vega, (Spanien) und Teresa Martín, U.E. Collado Blanco Beuda, Girona (Spanien), deren Beitrag sich auch für den Publikums-Preis qualifizieren konnte.
„Die Bilder dieses Fotowettbewerbs zeigen sehr deutlich, welches Potenzial ehemalige Gipsabbaustätten für Natur und Umwelt bieten“, so Dipl.-Ing. Holger Ortleb, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Gipsindustrie und der Forschungsvereinigung der Gipsindustrie. Gerade für den Arten- und Biotopschutz seien die Gipsabbau-Folgelandschaften von großer Bedeutung: „Es entstehen neue Lebensräume für eine Artenvielfalt, die es in diesen Gebieten vorher nicht gab.“
Dr. Jörg Ertle, Vizepräsident von Eurogypsum, nahm die Verleihung des Biodiversitätspreises zum Anlass, um auf die Notwendigkeit der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen wie Gips hinzuweisen. Gips- und Gipslösungen seien unverzichtbar, um die Herausforderungen in der europäischen Klima- und Wohnungspolitik zu meistern und nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Tatsächlich ist die Trocken- und Leichtbauweise aus dem modernen Baugeschehen nicht mehr wegzudenken. Dank kontinuierlicher technischer Weiterentwicklungen ermöglichen Gipsplatten, Gipsfaserplatten und Gipswandbauplatten heute nicht nur einen technisch hochwertigen und nachhaltigen Innenausbau mit hohen Sicherheits- und Gesundheitsanfor-derungen, sondern auch den Einsatz im Außenbereich. Auch der moderne, mehrgeschossige Holzbau wird erst durch den Einsatz von Gipsfaserplatten möglich, die moderne Schallschutz- und komplexe Brandschutzanforderungen erfüllen. Hinzu kommt die schnelle und einfache Verarbeitung. Gipswandbauplatten für einschalige Innenwände sowie Gipsputze und Gipsspachtelmassen für die hochwertige und robuste Oberflächengestaltung runden das Spektrum ab. Calciumsulfat-Fließestriche zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus.
Die wichtige Rolle des Baustoffs Gips im modernen Bauen wird durch seine nachhaltigen Eigenschaften ergänzt. Wie wohl kaum ein anderer Baustoff eignet sich Gips für ressourceneffizientes Bauen, da er beinahe unbegrenzt wiederverwertet werden kann und nie zu Abfall wird. „Im Gegensatz zu den meisten anderen Baustoffen ist Gips stofflich voll recycelbar“, betont Holger Ortleb. „Gips ist der einzige natürliche Baustoff, der nach seiner Verarbeitung und Verwendung als Baustoff durch Recycling und anschließende Kalzinierung in seinen ursprünglichen Roh- und Baustoffzustand zurückgeführt werden kann.“

