Die beiden Innungen arbeiteten bereits in vielen Bereichen gut zusammen und nutzten Synergieeffekte. So war es folgerichtig, jetzt den letzten Schritt mit einem formalen Zusammenschluss gemacht zu haben.
Schon vor längerer Zeit, beim ersten Zusammentreffen der Obermeister der beiden Innungen, Marcel Doriat (Kempten) und Michael Emmer (Memmingen-Mindelheim), kam der Gedanke an eine Fusion auf und früh wurden erste Kontakte geknüpft. Bereits 2015 trafen die beiden Innungen bei einer Veranstaltung zusammen, zu der sie gemeinsam den neuen Landesinnungsmeister Roland Morgenroth eingeladen hatten. Die Überzeugung, dass ein größerer Verbund der richtige Weg für eine erfolgreiche Zukunft sei, wurde laut Marcel Doriat, Obermeister der neuen Innung Kempten-Memmingen-Mindelheim, immer stärker. Mitentscheidend für den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen war nicht zuletzt auch, dass die Chemie stimmte.
Vorstand der neuen Innung
Zukunftsorientiert verlief auch die Wahl des Vorstands für die neue Innung. Verjüngung war dabei ein wichtiges Kriterium. So steht dem Obermeister der bisherigen Innung Kempten, Marcel Doriat (Durach), der als Obermeister die Geschicke der neuen Innung leitet, eine gute „Mischung“ aus bewährten Vorstandsmitgliedern und „Newcomern“ zur Seite. Zu letzteren zählt auch der stellvertretende Obermeister Jochen Gries (Bad Grönenbach). Dem Vorstand gehören weiter an: Patrick Schönreiter (Altusried), Bernd Mayer (Weitnau), Andre Sperl, auch Lehrlingswart (Kempten), Helmut Ambrosch (Kempten), Martin Schweiger (Waltenhofen), Elmar Weggenmann (Heimertingen), Norbert Krumpholz (Memmingen), Thomas Stich (Sontheim) und Thomas Huber (Bad Wörishofen/Kirchdorf). Der neue Vorstand kann sich der Unterstützung aller Mitglieder sicher sein. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig gewählt.
Im Prinzip ändert sich für die Mitglieder nichts Wesentliches. Denn wenn die neue Innung auch bei der Kreishandwerkerschaft Kempten angesiedelt ist, so steht nach wie vor auch die Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim den Mitgliedern als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite. Zumal auch Gottfried Voigt als langjähriger Geschäftsführer der beiden Kreishandwerkerschaften und der bisherigen Innungen für die Mitglieder kein Unbekannter ist.
Ohne Emotionen verlief der Abschied von den „alten“ Innungen nicht
Wichtig war es der Innung Memmingen-Mindelheim, das große ehrenamtliche Engagement ihres scheidenden Obermeisters Michael Emmer gebührend zu würdigen. Bereits seit 1994 war Emmer in verschiedenen Positionen in der Innung engagiert, seit 2012 als Obermeister und seit 2013 auch im Vorstand der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, erinnerte Gottfried Voigt an die wichtigen Stationen. Wolfgang Menzel als stellvertretender Obermeister nahmdie Anregung Voigts auf und würdigte Emmers Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenobermeister. Seinem Antrag stimmten die Mitglieder ausnahmslos zu.
Claudius Wolfrum, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Maler- und Lackiererhandwerks, nutzte die Gelegenheit, Michael Emmer, noch nachträglich, auch coronabedingt, die Silberne Ehrennadel für besondere Verdienste des LIV überreichen zu können. „Solche Leute benötigen wir, denn ohne diese werden die Interessenvertretungen des Handwerks untergehen“, betonte Wolfrum.
Bild: Der Vorstand der neuen Maler- und Lackierer-Innung Kempten-Memmingen-Mindelheim (von links): die Vorstandsmitglieder Patrick Schönreiter, Bernd Mayer, Andre Sperl (auch Lehrlingswart) und Helmut Ambrosch, Obermeister Marcel Doriat und stellvertretender Obermeister Jochen Gries sowie die Vorstandsmitglieder Martin Schweiger, Elmar Weggenmann, Norbert Krumpholz und Thomas Stich. Nicht auf dem Bild: Thomas Huber.
Quelle: prb/Lilo Brückner

