Verhandlungsführer des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Markus Heineke. Bild: BV Farbe / Sebastian Bolesch

Gewerkschaft steigt aus Lohnverhandlungen aus

Die bundesweiten Lohntarifverhandlungen zwischen dem Bundesinnungsverband der Maler und Lackierer und der Industriegewerkschaft Bau sind am 29. Januar 2025 auch nach der dritten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeber hatten bei der Verhandlung in Erfurt einen substanziellen Vorschlag unterbreitet, der von der Gewerkschaft jedoch mit einer absichtlich überhöhten Forderung gekontert wurde. Gleichzeitig kündigte die IG Bau an, die Gespräche für gescheitert zu erklären und die Schlichtung anzurufen – ohne selbst über die eigene Forderung auch nur reden zu wollen.

„In einer schwierigen konjunkturellen Lage solche taktischen Spielchen zu spielen, ist kein gutes Zeichen. Die Gewerkschaft nimmt die herausfordernde Situation der Betriebe weiterhin nicht zur Kenntnis“, so der Verhandlungsführer des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Markus Heineke.

Wenn die Lohntarifverhandlungen einseitig für gescheitert erklärt werden, gehen die Tarifparteien in die Schlichtung. Damit sind weiteren Verhandlungen ein enges zeitliches Korsett gesetzt. Der Druck auf einen Abschluss erhöht sich, will man nicht Anfang März ohne Tarifvertrag auseinander gehen.

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