Zum Auftakt gaben Lara und Alina Soyez den Jugendlichen Einblicke in Ausbildungswege, Karrierechancen und die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten der Branche – mit einem besonderen Blick auf die Rolle von Frauen im Handwerk. Vor allem aber machten sie den Schülerinnen und Schülern Mut, eigene Talente auszuprobieren und berufliche Möglichkeiten offen anzugehen.
Aus dieser Theorie wurde rasch Praxis: Im Kunstraum gestalteten die Jugendlichen Fliesen mit eigenen Motiven, die künftig die WC-Bereiche der Schule verschönern werden. Die Klassen 7 streichen zudem gemeinsam mit den Profis von Soyez unter fachkundiger Anleitung die Hochbeete und das Gartenhaus im Schulgarten.
„Berufsorientierung gelingt dann am besten, wenn junge Menschen selbst aktiv werden dürfen. Genau das ist hier passiert. Unsere Schülerinnen und Schüler haben nicht nur handwerkliche Tätigkeiten kennengelernt, sondern erlebt, wie viel Schöpferisches und gemeinsames Tun darin stecken. Gleichzeitig haben sie ihre eigene Schule mitgestaltet – das macht sie zu Recht ein bisschen stolz“, sagt Sandra Hofmann, Kunstlehrerin an der Steinbeis-Gemeinschaftsschule.
Im Mittelpunkt der Projekttage steht eine „Handwerks-Olympiade“, die am 21. Juli 2026 im Rahmen eines Pressetermins auf dem Schulgelände vorgestellt wurde. Dabei verwandelt sich das Schulgelände in einen Parcours mit handwerklich inspirierten Disziplinen. Begleitet von einem Gesellen, zwei Auszubildenden von Soyez und Sportlehrerin Kathrin Kunz treten die Jugendlichen in verschiedenen Aufgaben an: Sie transportieren Farbeimer geschickt ins Ziel, wickeln Kabeltrommeln auf Zeit ab, streichen Kanten möglichst sauber, bauen Türme aus Holzklötzen und messen sich im Pinsel-Staffellauf.
Spielerisch wird dabei vermittelt, worauf es im Handwerksalltag ankommt: Genauigkeit, Geschick, Ausdauer, Kreativität und das Vertrauen in die Teamkollegen. Gleichzeitig kommen die Schülerinnen und Schüler unkompliziert mit den Soyez-Auszubildenden ins Gespräch und erhalten Antworten auf Fragen, die im Unterricht oft keinen Platz finden.
Mit der Handwerkerolympiade setzt Soyez seine enge Zusammenarbeit mit Schulen konsequent fort. Das Familienunternehmen ist überzeugt, dass Berufsorientierung dort am nachhaltigsten wirkt, wo junge Menschen Berufe nicht erklärt bekommen, sondern selbst erleben dürfen.
„Wir möchten, dass Jugendliche Berufe nicht nur aus Erzählungen kennen. Sie sollen erleben, wie es sich anfühlt, selbst etwas zu schaffen und am Ende ein sichtbares Ergebnis in den Händen zu halten. Solche Erfahrungen können den entscheidenden Impuls für die Berufswahl geben“, sagt Geschäftsführer Axel Soyez.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Soyez weit über die klassische Ausbildung hinaus. Über 150 junge Menschen haben ihre Lehre bereits im Ilsfelder Familienunternehmen absolviert. Mit Mentoring, einer eigenen Azubi-Werkstatt, innovativen Schulkooperationen und außergewöhnlichen Projekten zur Berufsorientierung zählt Soyez heute zu den mehrfach ausgezeichneten Ausbildungsbetrieben der Branche.
Auch Schulleiterin Tanja Bewerdorff zieht ein positives Fazit: „Wir danken der Firma Soyez sehr, denn unsere Schülerinnen und Schüler profitieren heute gleich doppelt: Sie lernen handwerkliche Kniffe kennen und entdecken, wie viel Freude es macht, selbst etwas zu gestalten. Gleichzeitig erfahren sie, dass handwerkliches Können, Teamarbeit und Ausdauer wichtige Fähigkeiten fürs Leben sind. Die Handwerks-Olympiade hinterlässt auch sichtbare Spuren: Die Klassen 5 und 6 gestalten Fliesen, die nach den Sommerferien in den Schultoiletten angebracht werden, und die Klasse 7 streicht gemeinsam mit den Profis der Firma Soyez die Hochbeete und das Gartenhaus im Schulgarten. So tragen unsere Schülerinnen und Schüler ganz konkret dazu bei, ihre Schule noch attraktiver zu machen – und können später mit Stolz sagen: Daran habe ich mitgearbeitet!“
Mit dem Projekt wollen die Steinbeis-Gemeinschaftsschule und Soyez Stuckateure und Maler Schülerinnen und Schülern praktische Einblicke in handwerkliche Berufe vermitteln, ihre handwerklichen Fähigkeiten fördern und die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten im Handwerk aufzeigen.

