Herausforderung des Monats: Natürliche Alternative gegen Pilze und Algen

In unserer Herausforderung des Monats geht es darum, Pilze und Algen biozidfrei zu bekämpfen.

In der Stadt sind es Luftverschmutzungen durch Abgase, die Fassaden vorzeitig vergrauen lassen. In der Nähe von starker Vegetation und Gewässern, von ausgedehnten Wiesenflächen oder auf sehr schattigen Baugrundstücken kommt das Problem für Gebäudeaußenflächen in Grün daher: Algen und Pilze setzen der feuchtigkeitsbelasteten Fassade zu und hinterlassen unschöne Flecken. So etwas will kein Hausbesitzer im dritten, vierten oder fünften Jahr nach der Fassadenrenovierung sehen. Selbst dann nicht, wenn konstruktive Baumängel es begünstigen, dass sich die feuchtigkeitsliebenden Mikroorganismen ansiedeln und ausbreiten. Deshalb: Wie kann man als Bautenschützer und Gestalter von Außenflächen hier helfen?

Zusatzstoffe verhindern Algen- und Pilzbefall

Für organische Anstrichsysteme wie Fassadenfarben auf Acryl- und Silikonbasis besteht die Möglichkeit, die Beschichtung mit einem algiziden und fungiziden Zusatz auszustatten. Das Wirkstoffdepot erschwert es den Mikroorganismen auf chemischem Wege über Jahre deutlich, sich auf der Fassadenbeschichtung anzusiedeln und auszubreiten. Dieser Fassadenschutz hat sich für langanhaltend schöne Außensichtflächen bewährt. Bleibt die Frage: Was empfiehlt man Hausbesitzern, die Wert auf biozidfreien Fassadenschutz legen?

Anorganische Beschichtungen mit eingebauten Schutzmechanismen

Die Alternative für eine Gebäudehülle ohne Grünbelag findet sich in mineralischen Beschichtungen. Es liegt in ihrer Natur, dass sie Algen und Pilze von drei Seiten in die Zange nehmen: bei ihrem lebensnotwendigen Wasser- und Nährstoffbedarf sowie ihrer Vorliebe für ein eher saures Milieu. Mineralische Beschichtungen sind grundsätzlich diffusionsoffene, hervorragende Feuchtigkeitsmanager. Auf ihren im Endergebnis eher trockenen Oberflächen fehlt Mikroorganismen daher das essenzielle Wasserdargebot. Zum zweiten drehen mineralische Beschichtungen Pilzen und Algen den Nährstoffhahn zu: Ihre anorganischen Bestandteile schmecken den Mikroorganismen einfach gar nicht. Schließlich kommt ein drittes K.O.-Kriterium obendrauf: Mineralische Beschichtungen mit ihrem hohen pH-Wert schlagen Algen und Pilze aufgrund ihrer ausgeprägten Alkalität in die Flucht. Das sind die Ausgangsfakten. Doch geht da noch mehr?

Hybrid Protect optimiert Wasserhaushalt

Was von Natur aus wirkt, lässt sich spürbar verbessern. Brillux hat mit der Hybrid-Protect-Technologie die Fähigkeit mineralischer Außenfarben, Pilze und Algen abzuwehren, weiter optimiert. Mineralische Farben mit Hybrid Protect (HP) – wie Ultrasil HP 1901 – bilden eine besonders hydrophile Anstrichfläche aus, die die Verweildauer von Wassertropfen auf der Oberfläche reduziert. Die Rezeptur stärkt zugleich das Abführen der Feuchtigkeit in den Untergrund und seine Verdampfung – also: die Diffusionsfähigkeit der Beschichtung. Somit wird der Wasserhaushalt physikalisch optimal eingestellt und Fassaden trocknen schneller. Zusammen mit dem hohen Anteil von 95 % anorganischer Bestandteile und dem hohen pH-Wert verhindern mit Hybrid Protect ausgerüstete Farben Pilz- und Algenbewuchs auf gesteigert natürliche Art.

Weitere Hintergrundinformationen gibt es auf www.brillux.de/anwendungen/fassadenschutz.

Autor:

Fabian Störkmann, Produktmanager Dispersionen bei Brillux

Bild: Bei gewöhnlichen Fassadenfarben ohne Hybrid-Protect-Ausstattung findet keine bzw. eine geringe Spreizwirkung des Wassertropfens statt. Somit bleibt die Fassade länger feucht und bietet Algen und Pilzen ideale Bedingungen.
Quelle: Brillux

Weitere Beiträge