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Klimafreundliches Trockenmörtelwerk der Sievert SE

Das Trockenmörtelwerk Rosenau II der Sievert SE zeichnet sich durch Klimafreundlichkeit aus.

Am Standort Mamming-Rosenau ist Sievert bereits seit 40 Jahren vertreten. Mit dem alten Werk „Rosenau I“ konnte das Unternehmen der hohen Nachfrage, aber auch seinen eigenen Anforderungen an eine klimafreundliche Produktion nicht mehr gerecht werden. „Wir standen vor der Entscheidung, den Standort dicht zu machen oder ein neues Werk zu bauen“, sagt Jens Günther, CEO der Sievert SE. Das Werk ist 14.000 m² groß und hat eine Jahreskapazität von über 100.000 t.

Rund 3.500 Produkte umfasst das Sortiment der Sievert SE. Etwa 100 davon werden im neuen Werk produziert. Dazu zählen Putze, Mörtel und Kleber der Produktmarken quick-mix, akurit, tubag und strasser. Was Rosenau II auszeichnet, ist die Klimafreundlichkeit, die sich unter anderem daran zeigt, dass bereits während des Baus bis zu 30 % Beton und 10 % Stahl eingespart wurden.

Klimafreundlichkeit und Regionalität im Fokus

Nicht nur der Bau des Werks wurde nachhaltig gestaltet. Auch bei der Produktion wird auf die Schonung von Ressourcen und Klimafreundlichkeit gesetzt. So kommt z.B. eine Co2-neutrale Sandtrocknungsanlage, die den Sand mit heißer Luft trocknet statt durch Gas oder Öl, zum Einsatz. Die dabei entstehende Abluft wird durch einen Wärmetauscher abtransportiert und zum Beheizen unter anderem des Bürogebäudes wiederverwendet. Zusätzlich werden mit der werkseigenen Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 300 kWp rund 60 % des Energiebedarfs abgedeckt und etwa 1.000 t Co2 pro Jahr eingespart. „Unser neues Werk ist energieunabhängig, da es zur Trocknung weder Fremdstrom noch Erdgas benötigt“, sagt Günther.

Auch auf die Vermeidung von Verunreinigungen wird in Rosenau II Wert gelegt. „Jedes Aggregat im Werk ist mit einer Entstaubung ausgestattet. Der Produktionsstaub wird dadurch wieder dorthin zurückgeführt, wo er entsteht“ erklärt Schulze bei der Werksführung. Der Staub wird auf diese Weise Teil des Materials, wodurch Müll vermieden wird.

Der Fokus von Rosenau II liegt verstärkt auf der Produktion von EPS-freien Produkten. Ein Sortiment rein mineralischer Produkte wie z.B. der neue Leichtputz MEP-it. Mineral von akurit sollen sukzessive ausgebaut werden.

Mit dem neuen Werk in Mamming zählt die Sievert SE 19 Standorte in Deutschland. Die recycelten Baustoffe, die dort verarbeitet werden, bezieht das Werk hauptsächlich regional. Den Hauptrohstoff Sand liefert das Kieswerk der Karl Mossandl GmbH & Co KG direkt nebenan. Bei den 40 t Holz, die wöchentlich zum Befeuern der Anlage verwendet werden, handelt es sich um Altholz z.B. aus Paletten der Klassen A1 und A2. Es stammt zum größten Teil aus der Region. „Wir legen neben der nachhaltigen Produktion auch Wert darauf, dass wenige Transportkilometer anfallen und somit der Ausstoß von Kraftstoffen möglichst niedrig ist“, betont Günther. Die Produkte, die in Rosenau II hergestellt werden, werden an Kunden aus der Region Niederbayern und dem nahegelegenen Österreich geliefert.

Mit Rosenau II möchte die Sievert SE in der Branche eine Vorreiterrolle einnehmen. Ziel des Unternehmens ist es bis 2030 CO2-neutral zu sein. Günther: „Diesem Ziel kommen wir mit unserem neuen Werk einen großen Schritt näher.“

Autorin: Kyra Kutter

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