Wirtschaft/Politik

Lohnerhöhungen im Maler- und Lackiererhandwerk – Tarifeinigung steht

Das Maler- und Lackiererhandwerk bekommt einen neuen Lohntarifvertrag. Nach zähen Schlichtungsverhandlungen haben die Tarifvertragsparteien einen Schlichtungsvorschlag abgestimmt, der nun noch durch die Landesinnungsverbände bestätigt werden muss.

Nach zähen Verhandlungen vom 23. auf den 24. November 2022 war die Schlichtung der Tarifverhandlungen für das Maler- und Lackiererhandwerk zunächst ohne Ergebnis zu Ende gegangen. In weiteren Abstimmungen konnten sich die Parteien jetzt auf einen Schlichtungsvorschlag einigen, der durch die Landesinnungsverbände bestätigt werden muss.

Selten waren die Sozialpartner so gefordert wie in dieser Tarifrunde. Das Ergebnis ist ein mit viel Fingerspitzengefühl ausgehandelter Kompromiss – zwischen dem aus der Inflation erwachsenden Druck auf die Löhne und der Belastungsfähigkeit der Betriebe. Der Schlichtungsvorschlag sieht eine Erhöhung des Ecklohns um 5 % zum 1. Januar 2023 und eine weitere Erhöhung um 2,6 % zum 1. Januar 2024 vor. Außerdem erhalten die Beschäftigten eine Inflationssonderzahlung in Höhe von insgesamt 600 Euro.

Auch der Mindestlohn der Gesellen wurde neu verhandelt. Er soll ab 1. April 2023 auf 14,50 Euro und ab 1. April 2024 auf 15 Euro steigen. Der untere Mindestlohn für ungelernte Helfer soll ab 1. April 2023 auf 12,50 Euro und ab 1. April 2024 auf 13 Euro steigen. Die Ausbildungslöhne sollen in den nächsten beiden Jahren jeweils zum 1. August zweimal um jeweils 30 Euro im ersten Lehrjahr und 35 Euro im zweiten und dritten Lehrjahr steigen.

Der Vorschlag liegt nun den Landesinnungsverbänden vor, die diesen bis 16. Dezember 2022 annehmen oder ablehnen können. Gescheitert wäre die Schlichtung, wenn sich mehr als ein Viertel der Stimmen der Länder gegen diesen Schlichtungsvorschlag ausspricht. Andernfalls gilt der Schlichtungsvorschlag als angenommen.

https://www.farbe.de/aktuell/nachricht/artikel/lohnerhoehungen-im-maler-und-lackiererhandwerk-tarifeinigung-steht/

 

Bild: domoskanonos / stock.adobe.com

 

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