80 % der 16- bis 19-Jährigen nutzten in Deutschland 2021 Instagram, so eine Umfrage von Statista. Für Malerbetriebe, die junge Menschen erreichen wollen, führt an dem sozialen Netzwerk mit Fokus auf Video und Foto demnach kein Weg (mehr) vorbei. Immer mehr im Kommen ist hierzulande auch TikTok. Vor allem bei den 10- bis 19-Jährigen und 22- bis 29-Jährigen erfreut sich das Videoportal immer größerer Beliebtheit. Es lohnt sich daher, bei der Suche nach Auszubildenden auch auf diesen Kanal ein Auge zu haben. Denn hier tummeln sich die Arbeitskräfte (und nebenbei bemerkt auch Kunden) von Morgen.
Gewünschte Zielgruppe auf sich aufmerksam machen
Junge Menschen, die den späteren Jahrgängen der Generation Z, auch ‚Post-Millennials‘ oder ‚Zoomers‘ genannt, angehören (Jahrgang 1997 bis 2012) drängen jetzt auf den Arbeitsmarkt. Viele von ihnen haben bereits im Alter von zehn Jahren ihre ersten Instagram-Accounts gehabt. Heißt: Die wenigsten können von Betrieben noch durch die klassische Stellenanzeige erreicht werden. Zudem konkurriert man z.B. auf Jobportalen mit zahlreichen anderen Betrieben, die ebenso auf der Suche nach Nachwuchs sind.
Die sozialen Medien sind ein geeignetes Tool, um die jungen Menschen auf seine Firma aufmerksam zu machen. Betriebe bekommen damit die Möglichkeit, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und zu zeigen, wie spannend der Malerberuf ist. Ein Vorteil, den viele Malerbetriebe haben: Die Harmonie im Team steht oft an oberster Stelle. Dank Social Media kann man diesen Teamgeist zukünftigen Nachwuchskräften präsentieren.
Wichtig dabei ist, regelmäßig – im besten Fall täglich – zu posten. So schläft die Kommunikation mit der Community nicht ein, Follower werden mitgenommen und erhalten kontinuierlich Einblicke in die Welt eines Betriebs.
Auch sollten Betriebe nicht vergessen: Instagram und Co. bieten nicht nur die Chance, potenzielle Nachwuchskräfte auf sich aufmerksam zu machen, sondern auch selbst aktiv auf die Suche zu gehen. Kandidaten können vorselektiert werden, dann kann entschieden werden, ob sie zum Unternehmen passen. Auf den Plattformen besteht die Möglichkeit gezielt nach speziellen Fähigkeiten, Interessen, Orten etc. zu suchen.
Authentizität ist das A und O
Betriebe sollten sich für ihre Arbeit mit Social Media – und ja, das ist sogar viel Arbeit – Ziele setzen. Wie möchte ich mich präsentieren? Was möchte ich potenziellen neuen Mitarbeitern zeigen? Es fängt schon beim Festlegen des Benutzernamen und der Beschreibung des Profils an. Beides sollte aussagekräftig sein und Besuchern auf den ersten Blick klar machen, mit wem sie es zu tun haben und worum es auf der Seite geht. Auch ein ansprechendes Profilbild, auf dem zu erkennen ist, wem der Kanal gehört, spielt eine Rolle. Ein Foto beispielsweise des Inhabers oder eines Malermeisters kommt dabei besser an als ein Logo.
Bei Postings sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht gestellt wirken. User merken schnell, ob Beiträge authentisch oder aber künstlich sind. Das heißt auf der anderen Seite jedoch nicht, dass die Posts nicht gut durchdacht und geplant sein sollten. Betriebe sollten sich Gedanken darüber machen, was potenzielle Nachwuchskräfte interessiert. Junge Menschen wünschen sich heute ein angenehmes Betriebsklima und flache Hierarchien. Das gilt es auf den Kanälen zu zeigen. Auch eine persönliche und direkte Ansprache ist wichtig. Denn: Social Media heißt nicht ohne Grund SOCIAL Media.
Text: Kyra Kutter, Chefredakteurin MALER UND LACKIERERMEISTER
Bild: pixabay / Gordon Johnson

