Fertig am 22. Tag: Viele Hände haben daran mitgewirkt, dass das fast 100 Jahre alte Haus in so kurzer Zeit saniert wurde. Die Idee dazu hatte der Leipziger Bauingenieur Ronald Meyer (oben, 4. v.r.) (Bild: Renaldo)

Rekordbaustelle in nur 22 Tagen saniert

Nach 22 Arbeitstagen ist der Altbau (Baujahr 1930) von Ronald Meyer fertig saniert – mit Dach, Fenster, Fassade, Keller und Heizung. Die Planung des Leipziger Bauingenieurs und die kooperative Arbeit der regionalen Handwerksbetriebe zeigen, dass eine Sanierung nicht zum Dauerstress für die Eigentümer führen muss.

Der erste Hammerschlag fiel am 3. Mai, die letzte Schraube wurde am 6. Juni festgedreht: Nach 22 Werktagen zeigt sich ein Einfamilienhaus in Markkleeberg komplett saniert. Das Dach ist gedämmt und trägt jetzt eine Photovoltaik-Anlage, die Fassade ist gedämmt und frisch verputzt. Die neue Heizung bekommt Unterstützung von einer Wärmepumpe, überall liegen neue E-Leitungen und auch die Sanitär-Räume sind neu ausgestattet. Da alles schnell ging gab Dipl.-Ing. Ronald Meyer dem Projekt den Namen „Sanierungssprint“. „Ich war überzeugt davon, dass sich ein normaler Altbau etwa in einem Monat energetisch sanieren lässt“, sagt der Leipziger Bauingenieur, „nun haben wir mit den tollen heimischen Bauteams den Beweis erbracht, dass es tatsächlich funktioniert.“

Zwei Faktoren sind dafür entscheidend gewesen: Zunächst ging es darum, die Baustelle vorher vollständig mit allen Gewerken durchzuplanen und dabei ausreichend Vorlauf zu berücksichtigen, damit auch die ausführenden Betriebe genau wissen, wann sie an der Reihe sind. 

Zum zweiten war der Plan so ausgetüftelt, dass Innen- und Außenarbeiten parallel laufen. Auch das spart in der Summe Zeit – und funktioniert, auch wenn es dadurch manchmal auf der Baustelle voll wird. Das Extra: In Markkleeberg saßen die Bauteams in der Mittagspause alle an einem Tisch und wurden vom Bauherrn verpflegt. Auch das kam gut an – und sorgte dafür, dass sich die Handwerker untereinander besser kennen lernten.

Exportschlager Sanierungssprint

Meyer hat mittlerweile mit Gregor Loukidis (Gründer Zolar) eine Firma gegründet, mit der er den Sanierungssprint in ganz Deutschland etablieren will. „Vom Sanieren profitieren alle: Die Baufamilien, die schnell zu einem schönen und sparsamen Eigenheim kommen, die Handwerksbetriebe, die gute bezahlte Aufträge erhalten und auch die Umwelt profitiert, weil die sanierten Häuser weniger Energie verbrauchen“, erklärt er. 

Wichtig dafür ist, dass sich die verschiedenen Gewerke an einen Tisch setzen und die Bauarbeiten koordiniert geplant werden. Dafür ist nun die Renaldo GmbH aus der Taufe gehoben – die beiden ersten Standorte sind Hamburg und Leipzig, weitere folgen.

www.renaldo.de

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