Nachdem die letzte Vorstandswahl 2021 coronabedingt online stattfinden musste, konnte diesmal wieder persönlich im Plenum abgestimmt werden. Das Führungsgremium des VDPM wurde einstimmig im Amt bestätigt: Christoph Dorn (Knauf Gips KG) als Vorsitzender, Dr. Markus Pfeuffer (Heidelberger Beton GmbH) und Heiner Röhr (Sto SE & Co. KGaA) als stellvertretende Vorsitzende. Wiedergewählt wurden zudem Matthias Brox (DAW SE), Karl Minichmair (HASIT Trockenmörtel GmbH), Thomas Mothes (maxit Baustoffwerke GmbH), Christian Poprawa (Saint-Gobain Weber GmbH), Peter Sarantis (Baumit GmbH), Jens Schmidt (EJOT SE & Co. KG), Thomas Utermöller (Sakret Trockenbaustoffe Sachsen) und Olaf Wolf (Sievert Baustoffe SE & Co. KG).
Vertiefte Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk
Die traditionell enge Verbindung zwischen VDPM, Malern und Stuckateuren wurde deutlich in den Grußworten von Oliver Heib, Vorsitzender des Bundesverbandes Ausbau und Fassade, und Guido Müller, Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz. Beide favorisieren eine Intensivierung der Zusammenarbeit, um Schnittstellen zu identifizieren, Doppelarbeit zu vermeiden, Strategien zu entwickeln und Interessen zu bündeln, beispielsweise im Bereich des Datenmanagements sowie der Aus- und Fortbildung.
Christoph Dorn zeigte sich in seinem Eingangsstatement optimistisch, was die langfristigen Marktchancen betrifft. Enttäuschend sei hingegen die Performance des Bauministeriums: „Die ganze Branche hatte sich wieder ein eigenes Ministerium gewünscht, mit den Leistungen und Ergebnissen dort können wir aber nicht zufrieden sein.“ Umso mehr sei es notwendig, gemeinsam den Einbruch bei den Baugenehmigungen durch eine verstärkte energetische Modernisierungstätigkeit zu kompensieren. Insbesondere gelte es, die Rolle der Wärmedämmung als Türöffner für erneuerbare Energie im Gebäudebestand in der öffentlichen und politischen Diskussion weiter zu verankern und im Markt umzusetzen.
Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität
Mit der neuen Roadmap „Klimaneutralität für Dämmsysteme, Putz und Mörtel“ präsentierte der VDPM einen wissenschaftlich fundierten Leitfaden, der für die Branche nachvollziehbare und realistische Wege aufzeigt, die angestrebten Klimaziele bis 2045 zu erreichen. Partner für die Erarbeitung der 90seitigen Roadmap war die FutureCamp Climate GmbH (München). Geschäftsführer Dr. Roland Geres, sein Team und ein mit VDPM-Expert*innen besetzter Begleitkreis legten das Hauptaugenmerk der Studie auf mögliche Emissionsminderungen in den Produktionsstätten der Branche und auf die Rezepturen der Produkte, um konkrete CO2-Senkungspotentiale zu ermitteln. Die Studie zeigt, dass relevante Emissionssenkungen schon bis 2030 und Klimaneutralität bis 2045 für die beteiligten Industriezweige erreichbar sind. Zu einem nicht unerheblichen Teil ist die Branche dabei auf die Entwicklungen der Vorlieferanten angewiesen.
Wie viel sich im vorgelagerten Rohstoffbereich in diesem Zusammenhang bereits getan hat, skizzierten im Anschluss Prof. Dr. Martin Schneider, Hauptgeschäftsführer des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ), und Dr. Klaus Ries (BASF Global Business Management Styrenic Foams).
Wie viel Gesundheit ist gesund?
Einen ebenso unterhaltsamen wie erkenntnisreichen Abschlussvortrag lieferte Dr. Heinz-Wilhelm Esser, im TV unter dem Namen „Doc Esser“ bekannt. Er analysierte die drei Säulen menschlichen Wohlbefindens – Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit –, kombinierte medizinische Hintergrundinfos mit Verhaltenstipps und erklärte, wie viel Gesundheit eigentlich gesund ist …
Bild: Der Vorstand des VDPM wurde einstimmig im Amt bestätigt (v.l.): Peter Sarantis, Christian Poprawa, Karl Minichmair, Dr. Markus Pfeuffer, Thomas Utermöller, Matthias Brox, Heiner Röhr, Jens Schmidt, Christoph Dorn und Thomas Mothes (auf dem Bild fehlt Olaf Wolf).
Quelle: VDPM

