In eine wissenschaftliche Form wurde es von Dr.Pablo Vega García gegossen, der das Thema in den Mittelpunkt seiner Doktorarbeit stellte und diese im Sommer 2022 mit exzellenten Ergebnissen abschloss. "Das nun beendete Vorhaben liefert weltweit einzigartige Ergebnisse, die zeigen: Unsere Produkte bewegen sich durchaus 'im grünen Bereich'.", erläuterte VDPM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers bei der Präsentation im IBP.
Das von Dr. Pablo Vega García entwickelte dreistufige Modell ermöglicht für mineralische Rezepturen die Simulation von potenziellen Umweltwirkungen. Betrachtet wurden verschiedenste Produkte – darunter auch "Worst-Case-Rezepturen". Als grundsätzlich relevante freisetzbare Substanzen wurden Sulfat, Calcium, Chrom, Vanadium und Blei identifiziert. Als Ergebnis der Modellierung des Transports dieser Substanzen bis zum Grundwasser zeigte sich jedoch, dass üblicherweise nicht mit der Überschreitung von Grenzwerten zu rechnen ist.
Weitere Erkenntnisse lieferte die Doktorarbeit im Hinblick auf pastöse Systeme, bei denen vor allem die Freisetzung von Bioziden im Fokus steht. Das dreistufige Modell ist hier in Teilen übertragbar, es fehlen aber noch einige substanzspezifische Daten als Eingangsparameter der Modellierung. Daran wird weiter gearbeitet.
Bild: Experten aus den beteiligten Unternehmen und Partnerverbänden diskutierten im Rahmen eines Abschlusskolloquiums die Ergebnisse der 15-jährigen Langzeitforschung, die Dr. Pablo Vega García im Rahmen seiner nun abgeschlossenen Doktorarbeit zu einem Bewertungsmodell für mineralische und pastöse Mörtelprodukte zusammengeführt hat. (Bild: Fraunhofer IBP)

