Vier ausgewählte Förderprojekte der DSD öffnen in Münster ihre Baustellen für alle Denkmalinteressierten und zeigen, was Denkmalpflege in der Praxis bedeutet. Wie saniert man alte Fenster energetisch? Wie wird Sandstein restauriert und konserviert? Diese und weitere Fragen werden an den geöffneten Schaubaustellen der DSD beantwortet – denn hier ist Betreten erlaubt. Gäste erhalten Infos aus erster Hand und können unterschiedliche Gewerke in der Denkmalpflege hautnah erleben.
Die Schaubaustelle an der Ruine Romberger Hof in der Neubrückenstraße 63 befindet sich auf dem Gelände des Stadttheaters Münster. Zwei Restauratoren nehmen sich vor Ort diversen Schadstellen am Sandstein und Backstein der Fassade an. Dabei stehen die Restauratoren für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung. Die Bau- und die Restaurierungsgeschichte werden den Besuchern zusätzlich auf Schautafeln erläutert. Mit insgesamt 35.000 Euro fördert die DSD dieses in der Stadt Münster wertvolle Objekt.
Beim Romberger Hof handelt es sich um die Ruine eines 1779 bis 1781 erbauten Adelshofes. Die barocken Reste weisen Elemente der italienischen Hochrenaissance und des französischen Klassizismus auf und bestehen aus einer zur Gartenseite gewandten Sandstein-Außenmauer, die Kriegszerstörungen erkennen lässt. Die alte Ruine wurde trotz der erheblichen Zerstörungen an der Straßenfassade bewusst in die Neuplanung des Theaterbaus in den 1950er Jahren einbezogen. So entstand zum einen einer der ersten Theaterneubauten der Nachkriegszeit und gleichzeitig ein einmaliges Denkmal-Ensemble, das mit seiner Funktion als kultureller Bau für die Stadtgeschichte Münsters von großer Bedeutung ist.
Mehr dazu unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de/schaubaustellen.
Bild: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

