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„Vom wohngesunden Bauen bis zur schönsten europäischen Fassade“

Interview mit Baumit-Pressereferentin und Kongressleiterin Heike von Küstenfeld sowie Baumit-Marketingleiter Sebastian Rettke.

DER MALER: Immer mehr Kunden wünschen sich, nachhaltig und gesund zu wohnen. Wie können Malerbetriebe und auch Sie als Hersteller dazu beitragen?

Sebastian Rettke: Orientierungshilfe bietet unser Drei-Säulen-Prinzip. Dazu gehört im ersten Schritt, dass eine Fassade gedämmt sein muss. Säule zwei besagt, dass ein Haus aus soliden Wänden und Böden bestehen sollte, die als Energiespeicher dienen. Wohngesunde Innenprodukte bilden dann die dritte Säule. Wird nach diesem Prinzip gebaut, ist das Ergebnis sowohl wohngesund als auch nachhaltig.

MALER: Welches Produkt aus dem Baumit-Sortiment ist im Bereich Nachhaltigkeit besonders hervorzuheben?

Heike von Küstenfeld: Wir bieten zum Beispiel mit unserem Multi Mineralpor einen Multifunktions-Leichtunterputz, der sich für zwei Anwendungsgebiete eignet. Er ist im Außenbereich als Unter-, Ausgleichs- und Oberputz einsetzbar. Als Unterputz kann er alle mineralischen Edelputze sowie pastösen Putze von Baumit aufnehmen und als Unterputz für Fliesenbeläge bis zu einem Flächengewicht von 25 kg/m² eingesetzt werden. Mit einem Produkt mehrere Anwendungsfälle abzudecken heißt, Lagerkosten, Fahrten etc. effizient zu gestalten.

Rettke: Hervorzuheben ist auch der GALA ALL IN. Hier handelt es sich um Mörtel, den der Anwender einfach mit dem Sack anmischen kann. Die Verpackung wird Teil des Produkts und löst sich im Mischvorgang auf. So entfällt der Verpackungsmüll vollständig.

MALER: Eine große Herausforderung im Handwerk ist weiterhin der Mangel an Nachwuchskräften. Ist die Lage bei Ihnen als Hersteller besser? Und was kann man im Hinblick auf die Gewinnung neuer (junger) Mitarbeiter unternehmen?

von Küstenfeld: Als Unternehmen muss man heute einiges dafür tun, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Social-Media-Kanäle sind dafür besonders geeignet. Junge Menschen legen Wert auf ein harmonisches Team und achten darauf, was ein Unternehmen abseits des Arbeitsplatzes bietet. In den sozialen Netzwerken kann man das gut nach außen tragen.

Rettke: Der Anspruch an Unternehmen, als Arbeitgebermarke präsent zu sein hat sich sehr gesteigert. Wir sind auf neuen Kanälen unterwegs, an die vor ein paar Jahren niemand gedacht hat. Dazu gehören Bewertungsportale genauso wie Werbekampagnen in den sozialen Medien. Auch sind die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Empfehler und Markenbotschafter nicht zu unterschätzen.

MALER: Auf der anderen Seite spielt aber auch die Weiterbildung der vorhandenen Mitarbeiter eine große Rolle. Wie sieht es hier bei Ihnen aus? 

Rettke: Baumit bietet Weiterbildungen sowohl im fachlichen als auch im privaten Bereich an. Mitarbeiter können an einer Vielzahl von Kursen teilnehmen, die sie interessieren. Unser Ziel ist es, nicht nur ein Arbeitgeber zu sein, der sich für die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter interessiert, sondern auch dafür, dass diese sich selbst verwirklichen können.

Um Weiterbildung attraktiv zu machen, müssen die Prozesse so einfach wie möglich sein. Deshalb wurde in diesem Jahr die Talentschmiede eingeführt. Auf diesem Portal können Mitarbeiter sämtliche Weiterbildungen einfach verwalten. Daneben bieten wir auch mehr-modulige Praxis-Workshops für Führungskräfte an. Schulungen des mittleren Managements sind etwas, das aufgrund des schnelllebigen Tagesgeschäfts sonst zu schnell in Vergessenheit gerät.

MALER: Alle zwei Jahre zeichnen Sie im Rahmen der Life Challenge die europäische Baumit-Fassade aus. Was ist das Besondere an dem Projekt?

von Küstenfeld: Die Life Challenge ist ein Fassaden-Wettbewerb und für uns eine der Perlen der Baumit-Projekte. Jedes Land, in dem die Baumit-Gruppe eine Ländergesellschaft besitzt, nimmt daran teil. Eine international besetzte Fachjury beurteilt alle eingereichten Fassaden aus den Kategorien thermische und historische Sanierung, Sanierung von Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern sowie die Bearbeitung von Oberflächen. Die Jury wählt die Kandidaten für die Endrunde aus, die dann an der Preisverleihung teilnehmen. In diesem Jahr wird die Prämierung in Valencia, Spanien stattfinden.

Rettke: Mit dem Wettbewerb wollen wir sowohl die Architektur als auch das Handwerk würdigen. Es gibt aus jedem Land tolle, kreative Erfolgsgeschichten, die wir im Rahmen unserer Challenge erzählen möchten. Maler, Stuckateure und Architekten aus ganz Europa kommen im Rahmen der Life Challenge zusammen. Auf den Austausch und auf die Spannung bis zur Verkündung der Gewinner freuen wir uns sehr.

MALER: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Kyra Kutter, Redaktion MALER UND LACKIERERMEISTER.

Bild: Heike von Küstenfeld, Pressereferentin und Kongressleiterin, und Sebastian Rettke, Marketingleiter, beide Baumit.
Quelle: Baumit GmbH

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